Beiträge mit dem Tag 'veranstaltungen'

  • Taste for School

    TASTE FOR SCHOOL endlich in Hamburg!
    Zum ersten Mal in Hamburg
    - und zum ersten Mal mit Musik des Hamburger Komponisten Ingolf Dahl.

    TASTE FOR SCHOOL® ist ein Schulprojekt, das Schüler*innen allgemeinbildender Schulen an Klaviermusik und Kunst des 20. Jahrhunderts und an Verfemte Musik heranführt. Es wurde 2013 von dem Hamburger Klavierduo Friederike Haufe & Volker Ahmels entwickelt.

    Woher kommt der Name?
    Das englische Wort „taste“ heißt „Geschmack“. Als Verb „to taste“ bedeutet es ins Deutsche übersetzt „probieren“. Durch Probieren kann ich auf den Geschmack kommen. Auf welchen? Auf den Geschmack von Musik! Was für Musik? Klaviermusik! Warum? Weil das Klavier 88 TASTEN hat, an die es lohnt, sich heran zu TASTEN…
    Und wo passiert das? In der Schule, deshalb: TASTE FOR SCHOOL.

    Das Ergebnis ist ein Konzert mit Performance, Rezitation, Percussion, Tanz, Schauspiel, Kunst des \20. Jahrhunderts, DADA, Verfemter Musik und noch viel mehr! Ein Konzert, das sich nicht als Kinderkonzert oder Schulkonzert bezeichnen lässt, sondern ein tatsächlich höchst anspruchsvolles Konzertevent darstellt: Toleranz für Kunstformen, speziell für die des 20. Jahrhunderts, gleichberechtigte Bühnenerfahrung für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

    Mittwoch, 27.3.19, 19:30 Uhr, Heinrich Hertz Schule, Aula C
    Zum ersten Mal in Hamburg
    - und zum ersten Mal mit Musik des Hamburger Komponisten Ingolf Dahl.

    Ingolf Dahl war als Ingolf Marcus 1912 in Hamburg-Groß Borstel geboren und ging als Sohn eines jüdischen Vaters 1933 nach Zürich und von dort im Januar 1939 nach Los Angeles ins Exil, wo er den Mädchennamen seiner schwedischen Mutter annahm.

    Während der Recherche um den verfemten Hamburger Komponisten Ingolf Dahl hatte das Klavierduo in dessen ehemaliger Schule, der Heinrich Hertz Schule im Rahmen der Tage des Exils bereits ein Konzert gespielt. Ko-Veranstalter der Schule war die Initiative Marcus und Dahl e.V. Der Kontakt zu dieser Schule war sehr nah und gut, und dadurch war die Bereitschaft schnell da, das Projekt TASTE FOR SCHOOL zu machen. Dahl wurde natürlich sofort integriert, über die Themen aus seinen “4 Intervals” werden Abiturienten musikalisch improvisieren.

    Der Komponist hat sein Abitur vor fast 90 Jahren hier an der damaligen Lichtwark-Schule abgelegt. Dieser Bezug ist bewusst hergestellt, um die heutigen Schülerinnen und Schüler auf ihren alten Mitschüler aufmerksam machen. Sowohl auf sein Leben, als auch auf sein Werk. Das Wissen, dass in dieser wunderschönen alten Schulaula, die festlich als Konzertsaal fungieren wird, damals schon der musikalisch hochtalentierte Schüler Ingolf musiziert hat, seine kompositorischen Frühwerke vorstellte, und von Seiten der Schule optimal gefördert wurde, ist eine Art Authentizität, die sich auf alle jugendlichen Mitwirkenden, aber sicherlich auch auf das Publikum überträgt.

    Dahls kompositorischer Nachlass liegt heute in der USC (University of Southern California). Friederike Haufe und Volker Ahmels brachten von dort die „Four Intervals“ mit, zu denen auf Augenhöhe kreativ improvisiert wird.

    “La Dance de la Sorcière” von Alexandre Tansman wird von Oberstufen-Schülern*innen des sog. IDA-Profils* vertanzt auf die Geschichte der Baba Jaga, Milhauds “Le Boeuf sur le Toit” wird szenisch von Fünftklässlern dargestellt, und bei Schulhoffs Zyklus „Ironien”, der in Dada sehr verwurzelt ist, darf man gespannt sein, was den Kids dazu Bühnenwirksames einfallen wird. Und dann gibt ́s noch den Tap Dance von Dick Kattenburg, dessen 100. Geburtstag sich jetzt in 2019 jährt. Er komponierte einen Stepptanz, zu dem entweder die klappernden Schuhe des Tänzers oder alternativ Percussion gleichberechtigt erklingt.

    Überhaupt: Gleichberechtigung! Tatsächlich ist es in diesem Projekt bisher immer gelungen, dass eine große Anzahl Kinder und Jugendlicher gleichberechtigt und selbstbestimmt mit Friederike Haufe und Volker Ahmels gemeinsam auf der Bühne eine anspruchsvolle, witzige Superperformance hinlegen. Damit versucht das Hamburger Klavierduo sowohl, das Musik- und Kunstverständnis zu wecken oder zu erweitern, als auch natürlich sich mit dem dunkelsten Kapitel deutscher Geschichte auf eine emotionale, eine andersartige Weise zu beschäftigen und damit politisches Denken anzustoßen und / oder einfach auch nur Empathie. Heute so wichtig wie schon immer, oder doch noch wichtiger?

    Die Hamburger Erstaufführung des Schulprojektes TASTE FOR SCHOOL - DER OCHSE AUF DEM DACH UND ANDERE VERBOTE - SPEKTAKEL DADA wird gefördert durch die Freie und Hansestadt Hamburg, Bezirksamt Hamburg-Nord und die Hans-Kauffmann-Stiftung, Hamburg.


    * IDA: „Ich ist der Andere“ Dieses Profil bietet Schülerinnen und Schülern sowohl auf theoretischer als auch auf performativer Basis die Möglichkeit, sich intensiv mit Themen der eigenen und der gesellschaftlichen Entwicklung auseinanderzusetzen

    mehr ...
  • Groß Borstels vergessene Künstler - Adolf Heinrich Rode

    Lichtbildervortrag am 19.März 2019 um 20 Uhr
    im Stavenhagenhaus, Frustbergstr. 4

    Der Maler Heinrich Rode lebte von 1935 bis 1977 in der Köppenstraße in Groß Borstel, danach bis zu seinem Tode 1983 in der Erikastraße in Eppendorf, also nicht weit von seinen ländlichen Motiven des dörflichen Groß Borstels entfernt. Mancher etwas ältere Bürger unseres Stadtteils hat ihn vielleicht gekannt, ihm bei seinem Schaffen über die Schulter schauen können oder kann sogar einen „Rode“ sein Eigen nennen.

    Die Initiative Marcus und Dahl e.V. lädt Sie zu einem Lichtbildervortrag am 19. März 2019, 20 Uhr, ins Stavenhagenhaus ein, um die Person Heinrich Rode, sein Leben und Werk besser kennenlernen zu können.

    Dr. Birgit Pflugmacher wird Ihnen durch Werksbeispiele zum einen die Entwicklung des Hamburger Malers aufzeigen, zum anderen durch Gemälde und Fotografien Groß Borstel damals und heute zeigen.

    Unser Dank geht schon heute an die Eigentümer der Werke, die uns für den Vortrag ihre Schätze zur Verfügung gestellt haben.

    mehr ...
  • Musische Reise durchs Leben von Hans und Anni Glissmann

    In Groß Borstel entsteht derzeit das Wohngebiet Tarpenbeker Ufer für etwa 2000 neue Einwohner. Verbunden werden sollen Alt und Neu durch den Anni-Glissmann-Weg, benannt nach der Grafikerin Anni Glissmann, die gemeinsam mit ihrem Ehemann 1938 vor den Nationalsozialisten nach London floh. Die Kunsthistorikerin Birgit Pflugmacher erläutert, wer Anni und Hans Glissmann waren und was sie mit Groß Borstel zu tun hatten. Das Klavierduo Friederike Haufe und Volker Ahmels begleitet den Abend musikalisch.

    Förderer: Bezirksamt Hamburg-Nord, Herbert und Elsbeth Weichmann-Stiftung

    Eintritt frei, Spenden erwünscht


    Bild von einem Kaffeeservice
    von Anni Glissmann 1933 entworfenes Kaffeeservice (Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg)


    Bild von Madonna mit Kind
    Hans Glissmann: Madonna mit Kind (Kunsthalle Hamburg)
    mehr ...
  • Gesprächskonzert „Aus der Neuen Welt – und zurück“ - Welturaufführung

    1938 – vor genau 80 Jahren – fanden die Reichspogromnacht und der Anschluss Österreichs statt. Damals emigrierte der Hamburger Ingolf Dahl von Zürich nach Los Angeles und komponierte das “Rondo” für Klavier vierhändig. Sein Nachlass liegt im Archiv der University of Southern California. Dort entdeckte das Hamburger Klavierduo Friederike Haufe und Volker Ahmels das Manuskript. Nun kehrt Dahls Musik zurück: in die Aula seiner alten Schule, damals Lichtwark-, heute Heinrich-Hertz-Schule, in der er auch seine erste Komposition im Rahmen eines Leistungskurses vorgestellt hat.

    Veranstaltung in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung und Taste for School e.V

    Förderer: Bezirksamt Hamburg-Nord, Landeszentrale für politische Bildung, Weichmann-Stiftung, Taste for School e.V.

    Eintritt frei, Spenden erwünscht


    Bild von Noten
    Rondo für Klavier vierhändig - Notenhandschrift von Ingolf Dahl, 1938 (Foto: M. Springhorn)


    Bild von Klavierduo
    Klavierduo Haufe-Ahmels – Schlussakkord (Foto: H.-H. Nölke)
    mehr ...